FrauenKunstGeschichte bei der Nacht der Kunst


Dieses Jahr möchten wir zur Nacht der Kunst am 22.6.2018 wieder einmal eine Dokumentation über eine bekannte Künstlerin zeigen:

Meret Oppenheim – eine Surrealistin auf eigenen Wegen
Mit ganz enorm wenig viel

Wo: Marburger Kunstverein, Büro im 1. Stock

Beginn: Jeweils um 18.00, 19.00 und 20.00 Uhr (Filmlänge 56 Min.)

Der Film entwirft ein lebendiges Portrait der Künstlerin. 1913 in Berlin geboren ging Meret Oppenheim mit 18 Jahren nach Paris, lernte die Surrealisten um André Breton, Alberto Giacometti, Marcel Duchamp und Max Ernst kennen, war Modell von May Ray und wurde mit 22 Jahren weltberühmt, als das New Yorker MOMA ihr Kunstwerk „Frühstück in Pelz“ kaufte, eine Ikone des Surrealismus. Eine Kaffeetasse und ein Löffel, beide mit Gazellenfell überzogen, stehen artig gedeckt auf einem Tisch. Angerichtet wie eine kleine Perversität. So war er, der Surrealismus der Meret Oppenheim: Ver-rückte Wirklichkeiten, demontierte Gewohnheiten, abgründiger Humor.

Wie kaum eine andere Künstlerpersönlichkeit hat Meret Oppenheim zeitlebens experimentiert, gesucht, verworfen und wieder völlig Neues in Angriff genommen. Sie hat gemalt, gezeichnet, Kleidung, Schmuck und Möbel entworfen, Objekte hergestellt oder konzipiert, Kostüme und Bühnenbilder geschaffen, ihre Träume aufgezeichnet und Gedichte verfasst. Ihre Phantasie konnte bizarr, fragmentarisch, erotisch oder ganz flüchtig sein. Das in großer Unabhängigkeit entwickelte Oeuvre umfasst mehr als 1500 Arbeiten, das sich auf keinen einheitlichen Nenner bringen lässt. Der Film erkundet dieses vielfältige Werk und lässt dabei wichtige Weggefährten, Kunstexpertinnen und – in zahlreichen Archivaufnahmen – Meret Oppenheim selbst zu Wort kommen.

Ein Film im Verleih der absolutMedien