Nacht der Kunst 2019

Am 14. Juni 2019 findet in Marburg wieder die Nacht der Kunst statt.

FrauenKunstGeschichte „holt“ aus diesem Anlass eine berühmte Künstlerin nach Marburg:

VALIE EXPORT
Ikone und Rebellin

Filmvorführungen (Dauer ca. 1 Stunde)
Beginn: 18.00, 19.00 und 20.00 Uhr
Ort: Büro Marburger Kunstverein, 1. Stock.
Wir freuen uns, dass wir wieder im Marburger Kunstverein zu Gast sein können.

VALIE EXPORT (geb. 1940) gehörte zu den Künstlerinnen, die früh mit dem neuen Medium, dem Video, arbeitete und zu den Wegbereiterinnen der in den 60er Jahren neuen Kunstform, der Performance, gehört. Mit ihren öffentlichen Aktionen wie dem „Tapp- und Tastkino“ oder der „Aktionshose Genitalpanik“ hat sie Ende der 60er Jahre Bilder geschaffen, die sich bis heute in das allgemeine visuelle Gedächtnis eingebrannt haben. Leben und Werk der österreichischen Künstlerin VALIE EXPORT stehen exemplarisch für eine Entwicklung in der Kunstgeschichte, in der Frauen neue Wege und Ausdrucksmöglichkeiten suchten und fanden. Ihr Werk liefert einen feministischen Gegenentwurf zum Wiener Aktionismus ihrer Zeit, der zahlreiche Künstlerinnen nachfolgender Generationen geprägt hat. Die innovative Vielfalt ihrer künstlerischen Ansätze macht VALIE EXPORT zu einer Ikone der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Das Filmportrait von Claudia Müller macht das facettenreiche Werk der Ausnahmekünstlerin erfahrbar. Neben zahlreichen Aussagen Valie Exports zu ihrem künstlerischen Werk berichten Kolleginnen wie Marina Abramovic, Carolee Schneemann und Kiki Smith von dem Einfluss, den EXPORTS Werk auf sie hatte.

Ein Film von absolutMEDIEN

Ausstellungsbesuch

Vorkämpferinnen der Alma Mater Philippina
– Die ersten Hörerinnen 1895-1908

Führung mit der Ausstellungsmacherin
Dr. Silke Lorch-Göllner

Ort: Universitätsbibliothek Marburg, Ausstellungsraum
Zeit: Dienstag, 30. April 2019, 17.00 Uhr

Die Ausstellung widmet sich jenen Frauen, die als Hörerinnen zwischen 1895 und 1908 an der Universität in Marburg zugelassen wurden. Damit kam das preußische Kultusministerium vor allem der Forderung der Lehrerinnenvereine nach einer wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Mitglieder entgegen. Um als Hörerin zugelassen zu werden, waren Genehmigungen des zuständigen Ministeriums, des Rektors und jedes einzelnen Dozenten, bei dem die Frauen Vorlesungen besuchen wollten, notwendig. Auch viele ausländische Studentinnen bewarben sich für die sog. „kleine Matrikel“.

Neben der zögerlichen und teilweise widersprüchlichen Politik des preußischen Kultusministeriums werden in der Ausstellung auch die Positionen der Marburger Universitätsleitungen, Gremien und Fakultäten sowie einzelner Professoren zum Frauenstudium vorgestellt. Erst nach langen weiteren Kämpfen um die Zulassung zum regulären Studium konnten sich Frauen zum Wintersemester 1908/09 an der Marburger Universität einschreiben.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die meist verschlungenen Lebenswege derjenigen Frauen, die zwischen 1895 und 1908 als Hörerinnen an der Universität Marburg zugelassen waren. Trotz vieler Vorbehalte und mannigfaltiger Hindernisse schlossen einige von ihnen noch vor 1908 ihre Studien, einige sogar mit der Promotion, erfolgreich ab und waren jahrelang beruflich tätig.

Ein Tag für die Literatur 2019

Lesung, So 26.05.2019
Katharina Kippenberg – Verlegerin, Autorin

Katharina Kippenberg (1876-1947), die zusammen mit ihrem Ehemann Anton Kippenberg den Insel-Verlag in Leipzig geleitet hatte, kam 1945 nach Marburg. Hierhin – in den Collecting Point – hatte die US-Army die Goethesammlung der Kippenbergs gebracht. Als Autorin verfasste Katharina Kippenberg unter anderem die erste Biographie Rainer Maria Rilkes, für die ihr die Ehrendoktorwürden der Universitäten Leipzig und Marburg verliehen wurden. Die Schauspielerin Emilia Blumenberg liest einige kurze Texte aus den posthum erschienenen „Kleinen Schriften“ von Katharina Kippenberg, Irene Ewinkel führt in ihre Biografie ein.

FrauenKunstGeschichte e.V.  in Kooperation mit dem Marburger Kunstverein

18 Uhr

Marburger Kunstverein
Gerhard-Jahn-Platz 5
35037 Marburg

Ausstellungsfahrt nach Frankfurt

Am 24. November treffen wir uns zu einer offenen Ausstellungsfahrt nach Frankfurt.

Im Städel können die Bilder von Lotte Laserstein in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ betrachtet werden.

Im Historischen Museum läuft noch bis Mitte Januar die Ausstellung „Damenwahl. 100 Jahre Frauenwahlrecht“. Ein historisches Ereignis, an das bisher viel zu wenig erinnert wurde.

s. dazu auch: Vortrag am 20. November 2018, 18:00 Uhr: 100 Jahre Frauenwahlrecht, Vortrag und Diskussion mit Dr. Kerstin Wolff, eingeladen von der Städtegruppe TERRE DES FEMMES-Marburg, 18.00 Uhr, Erwin-Piscator-Haus

Ausstellungsfahrt nach Köln

FrauenKulturfahrt zur Münter-Ausstellung
13.10.2018

Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife

Gabriele Münter (1877-1962) ist eine der bekanntesten deutschen Malerinnen des 20. Jahrhunderts, die nicht zuletzt durch ihre Verbindung zur Künstlergruppe „Blauer Reiter“ bereits in der älteren Kunstgeschichte wahrgenommen wurde. Dennoch gibt es auch heute noch kaum bekannte Werke sowie neue Facetten in ihrem Ouevre zu entdecken. So werden neben grafischen Arbeiten in der weitestgehend vom Münchner Lenbachhaus übernommenen Ausstellung auch ihre Fotografien gezeigt, die sie auf einer Reise zu Verwandten in Nordamerika 1898-1900 machte und die Einfluss auf ihr malerisches Sehen haben sollten. Der städtischen Galerie im Lenbachhaus München schenkte Münter anlässlich ihres 80. Geburtstags ihre umfangreiche Sammlung von Werken des Blauen Reiters sowie zahlreiche eigene Arbeiten. Aus dieser Sammlung werden diesmal auch bisher nicht oder wenig ausgestellte Werke gezeigt. Im Mittelpunkt der Schau steht ihr malerisches Werk: farbig intensive Porträts und Landschaften, Interieurs, abstrakte Bilder bis hin zum ihr eigenen „Primitivismus“.

 

FrauenKulturFahrt nach Gelnhausen am 9.6.2018

Auf den Spuren der Hexenverfolgung in Gelnhausen

In Gelnhausen gibt es bereits seit den 80er und 90er Jahren mehrere Orte im öffentlichen Raum, die an die Opfer der Hexenverfolgung erinnern: neben drei Gedenktafeln zwei Skulpturen: die 1986 enthüllte Skulptur „Die Rufende“ von Eva-Gesine Wegner vor dem Hexenturm sowie die 1999 vor dem Westportal der Marienkirche aufgestellte Skulptur „Angesichts Elisabeth Strupp“ von Fanna Kolarova (s. Foto). Wir werden mit einer Gästeführerin in die Zeit der frühen Neuzeit eintauchen und den Spuren der Verfolgten wie der Täter in der ehemaligen Reichsstadt Gelnhausen folgen.

Im April hat die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg einen Antrag verabschiedet, der vorsieht, dass auch in Marburg – in der frühen Neuzeit Sitz des „Halsgerichts“ und damit Ort der Prozesse gegen vermeintliche Hexen und Hexer – die Opfer der Hexenverfolgung rehabilitiert werden und durch eine Gedenktafel an sie erinnert werden soll. FrauenKunstGeschichte ist in der Vorbereitungsgruppe, die ein umfangreiches Begleitprogramm für 2019/20 plant, und bietet diese Exkursion als Auftakt an.

Anmeldeformular: Gelnhausen-Fahrt